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E-CarDossier

Ein Konsortium aus Forschungsstätten, Industrie und Verwaltung entwickelt ein elektronisches Fahrzeugdossiert auf Blockchain-Basis, das den ganzen Lebenszyklus eines Fahrzeugs abbildet. Ziel ist es, die Transparenz und damit das Vertrauen in den Fahrzeugmarkt zu stärken. Es kann aber auch den Weg für die Digitalisierung von Zulassungsprozessen ebnen.

 

Der Fahrzeugmarkt – insbesondere der Gebrauchtfahrzeugmarkt – ist durch grosse Intransparenz geprägt. Nicht selten bleibt bei der Käuferschaft nach dem Kauf ein mulmiges Gefühl zurück, ob das vom Verkäufer Gesagte tatsächlich den Tatsachen entspricht. Diesem Problem will sich ein Konsortium aus Forschungsstätten, Industrie und Verwaltung annehmen und Licht ins Dunkle bringen. Das Schweizer Software-Unternehmen AdNovum entwickelt zusammen mit der Universität Zürich (Institut für Informatik, Prof. Dr. Gerhard Schwabe), der Informatik der Hochschule Luzern (Prof. Ursula Sury), den Industriepartnern AMAG, AXA und Mobility sowie dem Strassenverkehrsamt Aargau ein digitales Dossier auf Blockchain-Basis, in dem alle relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs nachvollziehbar und sicher abgelegt werden können. Dadurch wird der Zustand des Fahrzeuges sofort sichtbar, wodurch Transparenz geschaffen wird. Durch die Blockchain-Technologie ist von einer hohen Datensicherheit auszugehen, denn der Kern der Blockchain-Technologie liegt in der dezentralen Datenspeicherung. Dadurch sind Daten nur schwer abänderbar.

 

Die Informationen können von verschiedenen Stakeholdern wie etwa Fahrzeugherstellern, Teilelieferanten, Versicherungen, Importeuren, Garagen, Occasionshändlern und -portalen, Fahrzeugbewerter, Strassenverkehrsämter, Flottenmanagern, privaten Käufer und Verkäufern eingespeist werden. Auch die Nutzung der Daten steht – voraussichtlich gegen ein Entgelt - allen offen. Die Bearbeitung und Verwaltung aller Informationen im Dossier geschieht unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und anderer regulatorischer Vorgaben.

Das Projekt soll wissenschaftliche Erkenntnisse zu den geschäftlichen, organisatorischen, technischen und regulatorischen Chancen und Auswirkungen bei Einführung einer Blockchain auf die beteiligten Parteien bringen und wird durch die schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse mitfinanziert. Für das Strassenverkehrsamt ist das Projekt deshalb interessant, weil es ein wichtiger Ansatz zu einem höheren Automatisierungsgrad darstellt. Bei immer knapper werdenden Ressourcen und gleichzeitig steigendem Geschäftsvolumen gilt es bestehende Prozesse zu überdenken und entsprechend anzupassen. Voraussetzung ist aber eine hohe Datensicherheit. Dies wird durch die Bockchain-Technologie gewährleistet. Es bringt aber auch aus Sicht der Kunden Vorteile, weil es einen Beitrag zur Vereinfachung des Zulassungsprozesses liefert. Aufgrund der Erweiterbarkeit des Dossiers, kann es zudem den Weg für weitere Digitalisierungsschritte, wie etwa den elektronischen Fahrzeugausweis, ebnen.

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